Kategorie: Visualisierung

INFORMATIK 2017: Music Information Retrieval für deutschsprachige Volkslieder

Die 47. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik (GI) in Chemnitz findet in diesem Jahr unter dem Motto „Digitale Kulturen“ statt. Auch das Thema Digital Humanities wird dabei aufgegriffen, bspw. in einem dedizierten Workshop zum Thema Modellierungsfragen in den Digitalen Geisteswissenschaften. Darüber hinaus wird in weiteren thematischen Workshops der Einsatz von informatischen Methoden in anderen Disziplinen thematisiert, etwa im Workshop Musik trifft Informatik. Im Rahmen der letztgenannten Veranstaltung wurde aus Regensburg ein Beitrag vorgestellt:

  • Lamm, L. & Burghardt, M. (2017). Entwicklung eines Music Information Retrieval-Tools zur Melodic Similarity-Analyse deutschsprachiger Volkslieder. In Eibl, M. & Gaedke, M. (Hrsg.): INFORMATIK 2017, Lecture Notes in Informatics (LNI), Gesellschaft für Informatik, Bonn 2017.

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DH Conference 2016: Music and Movie Analysis

This year, Kraków is the venue of the international Digital Humanities conference. The Media Informatics Group from Regensburg will present two projects on the computer-based analysis of music and movies.

The complete conference proceedings are available here: http://dh2016.adho.org/abstracts/

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Katharsis – Ein Werkzeug für die quantitative Dramenanalyse

Von 7. – 8. Juni findet an der Universität Hamburg das Forum CA3 2016 statt, bei dem CLARIN-D seine „Angebote zum Auffinden, Auswerten und Aufbewahren von Sprachressourcen für die Forschung und Lehre in den Geistes- und Sozialwissenschaften vorstellt“. Neben einem spannenden Vortragsprogramm mit mehreren Keynotes wird es auch eine Hands-On Session zur Präsentation von digitalen Werkzeugen und Nutzerszenarien geben.

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Workshop zur computer-basierten Dramenanalyse

Von 12.-13. März fand in München, an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, ein Workshop statt, der sich ganz der computer-basierten, quantitativen Analyse von Dramen widmete. Den offiziellen Workshop-Call finden Sie hier. Nach einer Einführung in den aktuellen Stand und die Geschichte quantitativer Dramenanalyse durch die Workshopveranstalterin Katrin Dennerlein (Uni Würzburg), folgten eine ganze Reihe von spannenden Vorträgen, die sowohl neue Ressourcen als auch eigene Analysestudien und Tools thematisierten.

Workshop Schedule

Ein weiteres Highlight war unter anderem auch die Anwesenheit von Franco Moretti, der am Stanford Literary Lab zahlreiche spannende DH-Projekte leitet, und vor allem durch sein Konzept des „Distant Reading“ Bekanntheit über die Grenzen der Digital Humanities hinaus erlangte.

Der Regensburger Beitrag von Manuel Burghardt und Thomas Wilhelm päsentierte ein Shakespeare-Visualisierungstool. Darüber hinaus wurde ein neues, gerade entstehendes Kooperationsprojekt mit Katrin Dennerlein vorgestellt, welches flexibler angelegt ist, und versucht Dramen aus dem TextGrid-Repository quantitativ zu analysieren, und die Ergebnisse dieser Analyse interaktiv in einem einfach zu bedienenden Web-Interface für Geisteswissenschaftler verfügbar zu machen. Dabei werden insbesondere quantitative Aspekte wie die Konfigurationsdichte sowie auch die Replikenlänge und Replikenanzahl von Dramentexten berücksichtigt. Den Foliensatz zum Vortrag finden Sie hier.

Foliensatz "Tools für die quantitative Dramenanalyse"

Foliensatz „Tools für die quantitative Dramenanalyse“

Interessante Tools und Ressourcen

Tools und Methoden zur quantitativen Dramenanalyse

Impressionen vom Symposium „Visual Linguistics“

View all the data – view all the combinations – view all the angles – use all the techniques! Keep looking for any kind of pattern in the data! (Mark Richard Lauersdorf, Keynote speech at „Visual Linguistics Symposium“, November 19, 2014)

Visual Linguistics SymposiumVon 19. – 21.11.2014 fand ein Symposium auf Schloss Herrenhausen in Hannover statt, dass sich ganz dem Thema  „Visualisierung im sprachwissenschaftlichen Kontext“ widmete. Dabei wurden auch zwei Beiträge aus der Regensburger Medieninformatik vorgestellt: Thomas Wilhelm berichtete über eine Weiterentwicklung seines interaktiven Tools zu Visualisierung von Shakespeare-Dramen (mehr Informationen). Manuel Burghardt präsentierte Ergebnisse aus einer umfangreichen Evaluationsstudie zur Usability von linguistischen Annotationswerkzeugen, und ging dabei vor allem auf die Rolle von unterschiedlichen Visualisierungsmöglichkeiten ein.

Neben vielen spannenden Beiträgen von Teilnehmern aus Mannheim, Dresden, München, Moskau, Athen, und anderen Standorten, war ein besonderes Highlight die Keynote von Maximilian Schich (UT Dallas), der seinen Science-Artikel (August 2014, Vol. 345 no. 6196, pp. 558-562) „A network framework of cultural history“ vorstellte. Im Kern geht es dabei um die diachrone Visualisierung von Geburts- und Sterbeorten bekannter Persönlichkeiten.

Das vollständige Programm zu „Visual Linguistics“ finden Sie hier. Es folgt ein Überblick über einige interessante Tools und Projekte, die im Rahmen des Symposiums vorgestellt wurden:

Tools

Ressourcen

Videos / Blogs

Regensburger Beiträge auf der KONVENS 2014

Auf der diesjährigen Konvens stellen wir zwei Digital Humanities-Projekte aus Regensburg vor: Sentilyzer und WebNLP.

Sentilyzer

Sentilyzer ist ein web-basiertes Tool zur Sentimentanalyse von deutschsprachigen Nutzerkommentaren zu Facebook-Seiten. Das Tools sammelt die Kommentare über die Facebook Graph API und benutzt den TreeTagger, um die Daten zu lemmatisieren. Die so lemmatisierten Daten werden dann anhand des Sentiment-Lexikons „Berlin Affective Word List – Reloaded“ (BAWL-R) analysiert und interaktiv im Browser visualisiert. Das Tool wurde bereits erfolgreich in einer Fallstudie zur Analyse von Facebook-Kommentaren zur TV-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ eingesetzt.

Sentilyzer: Darstellung der Sentiment Scores zur Dschungelcamp-Kandidatin Larissa Marolt entlang der Zeitachse.

Sentilyzer: Darstellung der Sentiment Scores zur Dschungelcamp-Kandidatin “Larissa Marolt” entlang der Zeitachse.

Tool-Demo: http://dh.wappdesign.net/timeline/14
Poster als PDF via ResearchGate
Publikation: Glücker, H., Burghardt, M., & Wolff, C. (2014) Sentilyzer – A Mashup Application for the Sentiment Analysis of Facebook Pages. In Ruppenhofer, J. & Faaß, G. (eds.). Workshop proceedings of the 12th edition of the KONVENS conference, S. 58 – 61. (PDF)


WebNLP

WebNLP erlaubt es über eine Web-Schnittstelle NLP-Funktionen des Python NLTK zu nutzen, und die Ergebnisse direkt im Browser darzustellen. Die Visualisierung der Ergebnisse erfolgt durch den Web-Dienst Voyant. Zudem können die Ergebnisse zur weiteren Analyse als Text- oder XML-Datei heruntergeladen werden. WebNLP macht über seine grafische Web-Schnittstelle NLP-Funktionen für ein breiteres Publikum zugänglich, und kann somit als Beitrag in Richtung Humanist-Computer Interaction gesehen werden. In der aktuellen Fassung unterstützt WebNLP als grundlegende Funktionen Tokenisierung, POS-Tagging und Lemmatisierung für englisch-sprachige Texte. Die Architektur des Tools ist allerdings so modular angelegt, dass weitere NLP-Funktionen und weitere Sprachen sukzessive ergänzt werden können.

WebNLP

Tool-Demo: http://dh.mi.ur.de/
Poster als PDF via ResearchGate
Publikation: Burghardt, M., Pörsch, J., Tirlea, B., & Wolff, C. (2014) WebNLP – An Integrated Web-Interface for Python NLTK and Voyant. In Ruppenhofer, J. & Faaß, G. (eds.). Proceedings of the 12th edition of the KONVENS conference, S. 235 – 240. (PDF)

To See or Not to See – Visualisierung und Analyse von Shakespeare-Dramen

„To See or Not to See“ ist ein web-basiertes Interface, welches die Visualisierung und Analyse quantitativer Aspekte aus Shakespeare-Dramen erlaubt. Die Datengrundlage stellen dabei Texte aus der Folger Digital Library, welche vollständig mit strukturellem TEI-Markup versehen sind, dar. Das Interface visualisiert dabei grundlegend welcher Character was und wieviel zu einem bestimmten Zeitpunkt im Stück sagt.

Shakespeare-Slideshow

Tool-Demo: http://www.thomaswilhelm.eu/shakespeare/

Publikation: Wilhelm, T., Burghardt, M., & Wolff, C. (2013). „To See or Not to See“ – An Interactive Tool for the Visualization and Analysis of Shakespeare Plays. In Franken-Wendelstorf, R., Lindinger, E., & Sieck, J. (eds.) Kultur und Informatik: Visual Worlds & Interactive Spaces. Verlag Werner Hülsbusch, Glückstadt, S. 175-185. (PDF)